Destiny Sphere.Die Schicksalssphäre
Vier gewaltige Ringe mit der Sonne Sal im Zentrum. Jeder Ring aus unzähligen Komplexen von Waben gebaut. Jeder Wabenkomplex bestehend aus 6 Waben, die eine zentrale Wabe umgeben. Auf einer dieser äußeren Waben leben, fürchten, hoffen und glauben wir.
Unsere Astronomen haben Anzeichen von Zivilisation auf zwei der anderen drei Ringe entdeckt. Allerdings scheinen sich diese Zivilisationen von unserer Stark zu unterscheiden. Bei den Beobachtungen der Ringe mit unseren stärksten Objektiven sehen wir Gebäude, die keinen unserer Konstruktionen gleichen. Der vierte und letzte Ring, MELSIN, ist anscheinend frei von jeder Bebauung und gleitet einsam und unberührt um Sal.
Destiny Sphere… So haben schon die Vorfahren unsere Heimat genannt. Wir wissen nicht, wer oder was uns auf diese Welt gebracht hat.
Entstanden sind wir hier nicht. Zu viele Besonderheiten lassen für diesen Glauben keinen Raum.
In dieser Welt wohnt ein Plan. Sie ist gebaut worden. Von den allmächtigen Konstrukteuren.
Der Hohepriester der Wolkenender wird es nicht müde, ihre Perfektion und Eleganz zu loben, das wir Teil eines großen Planes sind. Das wir uns ihrem Wohlwollen nicht nur ergeben sondern versichern sollten. Vielleicht sollten wir, vielleicht auch nicht. Die Konstrukteure jedenfalls schweigen dazu. Warum? Wo sind sie?
Womöglich sind sie uns überdrüssig geworden und haben uns unseren Schicksal überlassen.
Vielleicht aber auch warten sie auf Irgendetwas und verbleiben in stummer Beobachtung bis dieses Etwas passiert. Die Stürmer wollen jedenfalls nicht darauf warten. Sie wollen die Anerkennung der Konstrukteure, lieber Heute als Morgen, Sie wollen Antworten.
Und wenn die Konstrukteure nicht Antworten wollen?
Auch dafür haben die Stürmer eine achselzuckende Erwiderung: "Dann werden wir die Ringwelt uns Untertan machen."
Viele können ob dieses Größenwahns nur den Kopf schütteln. Und in den Gesichtern der Wolkenender die Fratze des Hasses wecken.
Die angesehene Zunft der Archäologen kümmert sich nicht sonderlich um das, was man glauben sollte, oder lieber lässt. Fast monatlich finden die Archäologen neue seltsame Artefakte. Relikte aus einer anderen Zeit, mächtig und von der Wirkungsweise unbegreiflich.
Vor 70 Umläufen wurde am Rand unserer Welt das riesige Zentraltor gefunden.
Wenn die Übersetzter keine Fehler gemacht haben, kann dieses Zentraltor geöffnet werden und uns aus der Isolation unserer Wabe befreien. Dies war und ist uns bisher nicht möglich.
Das Tor ist ein Wrack, und bis unsere Forscher auch nur versuchen können es zu reparieren, werden noch mehr Umläufe vergehen als das Leben mir gewährt.
Dennoch bin ich glücklich in der Zeit der Veränderung und des Aufbruchs geboren worden zu sein. Alleine die Fortschritte in der Nutzbarmachung der Stasis-Energie sind aufregender als viele frühere Leben zusammen.
Stasis-Energie. Gewebe der Götter. Perlenstaub. Unzählige Namen gibt es für diesen Rohstoff, der in jeder Pore unserer Existenz wohnt. In vergangenen Zeiten nur von den Priestern benutzt, um beeindruckende Feuerwerke zu vollführen. Überall zu finden. Im Wind der Wüsten und in den Tiefen der Seen unserer Täler. In ihr wohnt die Kraft der Veränderung und Schöpfung. Gutes wie Böses. Mit der Nutzbarmachung der Stasis-Energie können wir endlich anfangen einen vorgezeichneten Weg zu gehen. Die Inbetriebnahme des einzigen unbeschädigten und enträtselten Artefaktes. Das Konstruktionszentrum. Artefakt der Schöpfung. Wir stehen am Anfang des Weges, der uns entweder ins Verderben oder zu den Göttern führt.
Darmian, Hüter der Zuflucht.
Aus dem offenen Brief anläßlich der Übernahme des Zepters.